„Abschied und erinnernde Gegenwart“

Ute Sigrist
(Abschied und erinnernde Gegenwart)

Zugewandt atmend, einem Tulpenkelch gleich
Sorgende Aufmerksamkeit
Naturkultur vereinend
Voll liebevoller Ironie humorig eingerahmt.

So muss, phantasiere ich, sozial jemand „genaturt“ sein,
der einem Anarchisten als Lehrerin ineins,
Spannungen und Sprüngen zugetan, frohgemut mitlebt,
um ihn, sei´s selbst zuweilen sublim über ihm, bleibt ohne Arg.

Ich kenne sie nur in wenigen ihrer Gestalten inwändig ahndungsvoll.
Wie können Menschen sein:
Anemonen sechsblättrig
Nicht zu pflücken zart und fein
Wegwarten blauzäh verwandt
Am Wegesrand wundersam orientierend im Blau
Randständig – inmitten dessen, was zählt.
Ute!

Wolf-Dieter Narr, Münster, den 24.5.2014

Ein Kommentar zu “„Abschied und erinnernde Gegenwart“

  1. Du-Yul Song sagt:

    eine wunderschöne Gedicht-Hommage à Ute!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s